Die Frage kommt fast immer im ersten Gespräch, meist leise und mit schlechtem Gewissen. Dabei ist sie völlig berechtigt. Hier steht, womit Sie in Speyer rechnen müssen und woraus sich der Betrag zusammensetzt.
Die kurze Antwort
Die Spanne ist groß, weil zwei Dinge den Preis bestimmen: die Bestattungsart und die Frage, ob es eine Trauerfeier gibt. Am günstigsten sind die anonyme Beisetzung und die Feuerbestattung ohne Trauerfeier, am oberen Ende steht die Erdbestattung mit Trauerfeier und Familiengrab. Alles dazwischen ist eine Frage Ihrer Wünsche.
Was Ihr Abschied kostet, sagen wir Ihnen im Gespräch, aufgeschlüsselt nach jedem einzelnen Posten und schriftlich, bevor Sie sich entscheiden.
Wichtig: Achten Sie bei jedem Angebot darauf, ob die Friedhofsgebühren schon enthalten sind. Sonst vergleichen Sie Äpfel mit Birnen.
Die drei Kostenblöcke
Jede Bestattungsrechnung besteht aus drei Teilen. Wer diese kennt, kann jedes Angebot lesen und mit anderen vergleichen.
1. Unsere Leistungen als Bestatter
Das ist der Teil, den wir selbst erbringen und selbst kalkulieren. Dazu gehören die Abholung des Verstorbenen, die hygienische Versorgung und das Ankleiden, Sarg oder Urne, die Aufbahrung, sämtliche Formalitäten bei Standesamt und Behörden, der Trauerdruck und die Organisation der Trauerfeier.
2. Gebühren des Friedhofs
Diese Gebühren erhebt die Gemeinde und sie unterscheiden sich von Ort zu Ort erheblich. Bezahlt werden das Nutzungsrecht am Grab, das Öffnen und Schließen, die Nutzung der Trauerhalle und die Kühlzelle.
Ein Urnengrab liegt deutlich unter einem Erdgrab, ein Familiengrab darüber, weil das Nutzungsrecht für eine längere Zeit und für mehrere Personen erworben wird. Übernimmt der Friedhofsträger die Gestaltung, steigen die Gebühren noch einmal spürbar. Die jeweils gültige Gebührenordnung kennen wir und legen sie Ihnen offen.
3. Leistungen Dritter
Krematorium, Trauerredner oder Pfarrer, Musik, Floristik, Traueranzeige in der Tageszeitung, Kaffeetafel und später der Grabstein. Diese Rechnungen kommen von anderen Betrieben. Wir holen die Angebote ein und geben sie ohne Aufschlag an Sie weiter.
Wo Sparen sinnvoll ist
Wir sagen es offen: Es gibt Posten, an denen sich sparen lässt, ohne dass der Abschied darunter leidet. Und es gibt Posten, bei denen Sparen sich später rächt.
Hier lohnt es sich:
- Grabart. Ein Urnengrab kostet ein Vielfaches weniger als ein Erdwahlgrab. Rasengrab und Urnenwand sparen zusätzlich die Pflege.
- Sarg. Bei einer Feuerbestattung wird der Sarg eingeäschert. Ein schlichter Kiefernsarg erfüllt hier denselben Zweck wie ein aufwendiger Eichensarg.
- Traueranzeige. Eine große Anzeige in der Tageszeitung ist einer der teuersten Einzelposten. Eine kleine Anzeige plus eine Gedenkseite im Internet erreicht heute oft mehr Menschen.
- Blumen. Blumen aus dem eigenen Garten oder ein einfacher Strauß statt eines großen Gestecks. Das wirkt oft persönlicher.
Hier raten wir davon ab:
- Auf die Verabschiedung verzichten. Die Stunde am offenen Sarg kostet fast nichts und ist für viele Familien im Rückblick das Wichtigste.
- Ein anonymes Grab wählen, nur weil es billiger ist. Wer später einen Ort zum Hingehen vermisst, kann das nicht mehr ändern.
- Billiganbieter aus dem Internet. Achten Sie darauf, wer den Verstorbenen tatsächlich abholt und wer im Trauerfall ans Telefon geht. Manche Portale vermitteln nur weiter.
Wenn das Geld fehlt
Niemand muss auf eine würdige Bestattung verzichten. Wenn der Nachlass nicht ausreicht und auch die Angehörigen die Kosten nicht tragen können, übernimmt das Sozialamt die erforderlichen Kosten nach § 74 SGB XII.
Ein Punkt ist dabei entscheidend: Der Antrag muss gestellt werden, bevor Sie einen Auftrag erteilen. Sagen Sie uns also gleich im ersten Gespräch, wenn die Mittel knapp sind. Wir füllen den Antrag mit Ihnen gemeinsam aus und warten mit der Beauftragung.
Daneben gibt es zwei weitere Wege. Eine Ratenzahlung lässt sich fast immer vereinbaren. Und alte Sterbegeldversicherungen, Betriebsrenten oder berufsständische Kassen zahlen häufiger, als man denkt. Bringen Sie alte Policen einfach mit, wir prüfen sie.
Vorsorge hält die Wünsche fest. Wer zu Lebzeiten vorsorgt, schreibt auf, wie der Abschied aussehen soll, und bekommt dazu eine schriftliche Kostenübersicht. Mehr dazu auf der Seite Bestattungsvorsorge.
Häufige Fragen
Meist, weil unterschiedlich viel enthalten ist. Prüfen Sie, ob Friedhofsgebühren, Krematorium und Trauerredner mitgerechnet sind. Bringen Sie ein anderes Angebot gerne mit, wir gehen es Zeile für Zeile mit Ihnen durch.
Nach der Bestattung. Vorher erhalten Sie ein schriftliches Angebot mit allen Positionen, damit es keine Überraschung gibt.
Nein. Das gesetzliche Sterbegeld wurde 2004 abgeschafft. Leistungen gibt es nur noch aus privaten Verträgen.
Ihr persönliches Angebot: Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Wir rechnen Ihre Vorstellungen durch und legen jeden Posten offen, bevor Sie sich entscheiden.